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    Nominierungen und Preisträger 2006

    Nominierungen 2006

    Nach seiner erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ist die Resonanz auf den "Preis der Leipziger Buchmesse" in diesem Jahr noch gestiegen: Rund 20 Prozent mehr Titel wurden vorgeschlagen. Innerhalb von acht Wochen musste die hochkarätig besetzte Jury über 700 Titel lesen, um in den drei Kategorien je die besten fünf Titel auszuwählen. Die nominierten Autoren sind:

    Kategorie Sachbuch/ Essayistik

    • Peter von Matt, "Die Intrige. Theorie und Praxis der Hinterlist" (Hanser)
    • Wolfgang Pehnt, "Deutsche Architektur seit 1900" (DVA)
    • Jan Assmann, "Die Zauberflöte. Oper und Mysterium" (Hanser)
    • Franz Schuh, "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" (Zsolnay)
    • Friedrich Wilhelm Graf, "Moses Vermächtnis. Über göttliche und menschliche Gesetze" (C.H. Beck)

    Kategorie Übersetzung

    • Peter Urban für die Übersetzung von Venedikt Erofeev, "Moskau - Petuški" (Kein & Aber)
    • Thomas Melle für die Übersetzung von William T. Vollmann, "Huren für Gloria" (Suhrkamp)
    • Agnes Relle für die Übersetzung von Attila Bartis, "Die Ruhe" (Suhrkamp)
    • Ragni Maria Gschwend für die Übersetzung von Antonio Moresco, "Aufbrüche" (Ammann)
    • Inés Koebel für die Übersetzung von Fernando Pessoa, "Ricardo Reis. Poesie" (Ammann)

    Kategorie Belletristik

    • Judith Kuckart, "Kaiserstraße" (DuMont)
    • Thomas Lang, "Am Seil" (C.H. Beck)
    • Paul Ingendaay, "Warum du mich verlassen hast" (SchirmerGraf)
    • Clemens Meyer, "Als wir träumten" (S. Fischer)
    • Ilija Trojanow, "Der Weltensammler" (Hanser)

    Juryvorsitzender Martin Lüdke zu den Nominierungen: "Der Herbst ist vorbei. Jetzt geht es ums Frühjahr. Wenigstens darüber waren wir uns in der Jury weitgehend einig. Ansonsten wurde wieder heftigst gestritten. Einige wirklich gute Bücher sind, sehr knapp dieses Mal, herausgefallen, dafür aber junge Schriftsteller zum Zuge gekommen. Die Arbeit hat sich gelohnt, auf das Ergebnis können wir, glaube ich, stolz sein."

    Zu den Juroren gehörten mit Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Richard Kämmerlings (FAZ), Andrea Köhler (NZZ), Sigrid Löffler (LITERATUREN), Norbert Miller (TU Berlin) und Klaus Reichelt (MDR) renommierte Fachleute und Literaturkritiker.

    Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Leipziger Messe mit Unterstützung der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin vergeben. Die Auszeichnung der besten Frühjahrs-Bücher in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung ist zu gleichen Teilen mit insgesamt 45.000 Euro dotiert.

    Preisträger 2006

    Am 16. März 2006 wurde in der Glashalle des Leipziger Messegeländes während der Leipziger Buchmesse der "Preis der Leipziger Buchmesse" in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" verliehen.

    Die Jury unter Vorsitz von Martin Lüdke (SWR) entschied sich unter den 15 nominierten Kandidaten für folgende Autoren:

    Kategorie Übersetzung:

    Ragni Maria Gschwend für die Übersetzung von Antonio Moresco, "Aufbrüche" (Ammann)

    Zur Begründung:

    Die Jury gibt den Preis für Übersetzung an Ragni Maria Gschwend, weil es ihr gelungen ist, die vertrackte Bilderwelt des italienischen Romanciers Antonio Moresco in einen visionären Kosmos zu übertragen, der im Deutschen seine eigene Traumlogik bewahrt. Die besondere Leistung der Übersetzerin bestand in diesem Fall nicht nur darin, den Assoziationsraum und das Echo der Sprache auszuloten, sondern den ganz eigenen Wortkosmos des Autors, die Neologismen und Worterfindungen in ein Deutsch zu übertragen, das seine Sogkraft auf keiner der 650 Seiten verliert.

    Kategorie Sachbuch/ Essayistik:

    Franz Schuh für "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" (Zsolnay)

    Zur Begründung:

    Der Essayist Franz Schuh erhält den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 für seine Sammlung von Texten, die alle Bereiche der menschlichen Existenz durchleuchten und oft in äußerst verknappter Form Reflexionen über Liebe, Glück und Vergeblichkeit alles menschlichen Strebens in verblüffende Zusammenhänge stellt. Die unterschiedlichen Formen seines philosophischen Nachdenkens machen die Texte zu sprachlichen Kostbarkeiten, die eine große Linie dieses Genres von Kafka bis Polgar in das 21. Jahrhundert hinüberretten.

    Kategorie Belletristik:

    Ilija Trojanow für "Der Weltensammler" (Hanser)

    Zur Begründung:

    Ilija Trojanows Roman über den britischen Spion, Diplomaten und Entdeckungsreisenden Richard Francis Burton ist eine ebenso spannende wie tiefgründige Annäherung an eine der schillerndsten Gestalten des neunzehnten Jahrhunderts. Mit orientalisch-sinnlicher Fabulierlust und großer Anschaulichkeit erzählt der Roman vom Reiz und vom Abenteuer des Fremden und spiegelt so in einer faszinierenden historischen Gestalt die drängenden Fragen unserer Gegenwart.

    Der "Preis der Leipziger Buchmesse" wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Leipziger Messe mit Unterstützung der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen und in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin vergeben. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Der Jury gehörten neben Martin Lüdke (SWR) mit Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Richard Kämmerlings (FAZ), Andrea Köhler (NZZ), Sigrid Löffler (LITERATUREN), Norbert Miller (TU Berlin) und Klaus Reichelt (MDR) weitere renommierte Fachleute und Literaturkritiker an. Insgesamt reichten die Verlage 733 Vorschläge ein.

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