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    Nominierungen und Preisträger 2007

    Nominierungen 2007

    Nach nur zwei Jahren hat sich der "Preis der Leipziger Buchmesse" zu einer festen Größe im deutschen Literaturzirkel entwickelt. Um an der diesjährigen Ausschreibung teilzunehmen, konnten Verlage bis zum 30. November letzten Jahres ihre Vorschläge einreichen. Über 700 Einsendungen gingen bei der Leipziger Messe ein. Die Nominierten sind:

    Kategorie Belletristik

    • Werner Bräunig (gest. 1976): Rummelplatz (Aufbau Verlag)
    • Wilhelm Genazino: Mittelmäßiges Heimweh (Carl Hanser Verlag)
    • Wolfgang Schlüter: Anmut und Gnade (Eichborn/Die Andere Bibliothek)
    • Ingo Schulze: Handy, Dreizehn Geschichten in alter Manier (Berlin Verlag)
    • Antje Rávic Strubel: Kältere Schichten der Luft (S. Fischer Verlag)

    Kategorie Sachbuch/Essayistik

    • Saul Friedländer: Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945 (Verlag C.H. Beck)
    • Josef Haslinger: Phi Phi Island - Ein Bericht (S. Fischer Verlag)
    • Günther Rühle: Theater in Deutschland 1887-1945. Seine Ereignisse – seine Menschen (S. Fischer Verlag)
    • Bernd Stöver: Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947-1991 (Verlag C.H. Beck)
    • Christina von Braun: Stille Post. Eine andere Familiengeschichte (Propyläen Verlag)

    Kategorie Übersetzung

    • Swetlana Geier: Ein grüner Junge (Fjodor Dostojewskij) (Ammann Verlag)
    • Gunhild Kübler: Gedichte (Emily Dickinson) (Carl Hanser Verlag)
    • Rainer G. Schmidt: Clarel. Ein Gedicht und eine Pilgerreise ins Heilige Land (Herman Melville) (Jung und Jung)
    • Hinrich Schmidt-Henkel: Ravel (Jean Echenoz) (Berlin Verlag)
    • Andreas Tretner: Das heilige Buch der Werwölfe (Victor Pelewin) (Luchterhand Literaturverlag)

    Juryvorsitzender Martin Lüdke (SWR) zu den Nominierungen: "So viele Einsendungen hatten wir noch nie. Und auch noch nie so viele herausragende Bücher. Deshalb war unsere Jury-Arbeit in diesem Jahr sehr schwer, aber auch sehr befriedigend. Wir haben nicht nur einiges gelernt, sondern auch viel Freude gehabt."

    Der "Preis der Leipziger Buchmesse" wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Zu den Juroren gehörten mit Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Richard Kämmerlings (FAZ), Ulrich Greiner (Die ZEIT), Sigrid Löffler (LITERATUREN), Uwe Justus Wenzel (NZZ) und Michael Hametner (MDR) renommierte Fachleute und Literaturkritiker. Die Auszeichnung der besten Frühjahrs-Bücher in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" ist zu gleichen Teilen mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Unterstützt wird der "Preis der Leipziger Buchmesse" durch den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Leipzig. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB). Darüber hinaus konnte die Wochenzeitschrift "Die ZEIT" in diesem Jahr als Medienpartner gewonnen werden.

    Preisträger 2007

    Am 22. März 2007 wurde in der Glashalle des Leipziger Messegeländes während der Leipziger Buchmesse der Preis der Leipziger Buchmesse" in den Kategorien Belletristik", Sachbuch/Essayistik" und Übersetzung" verliehen.

    Die Jury unter Vorsitz von Martin Lüdke (SWR) entschied sich unter den 15 nominierten Kandidaten für folgende Autoren:

    Kategorie Übersetzung:

    Swetlana Geier für die Übersetzung "Ein grüner Junge" von Fjodor Dostojewskij (Ammann Verlag).

    Zur Begründung:

    Swetlana Geiers Übersetzung der Romane von Dostojewskij hat mit "Ein grüner Junge" einen außerordentlichen Abschluss gefunden. Damit hat sie die fünf großen Romane in neuen Übersetzungen vorgelegt. Die Jury würdigt mit ihrem Preis speziell die Leistung bei "Ein grüner Junge", weil Swetlana Geier durch eine stärkere Betonung der gesprochenen Sprache von Arkadij Dolgorukij die versuchte Autobiographie Dolgorukijs zu einem großartigen Dialog mit dem Leser steigert. Diese Verschiebung von der geschriebenen Autobiographie zur großen, suggestiven Selbstdarstellungsrede führt die Figur nicht nur direkter an den Leser heran, sie nähert sich auch Dostojewskijs eigener Intention. Eine Übersetzung, die jegliche Sprödigkeit von der Sprache abschüttet und Dostojewskij gewissermaßen wie von allein in unsere Sprachwelt hereinholt. - Für diese Leistung von Swetlana Geier vergibt die Jury an sie den Preis der Leipziger Buchmesse.

    Kategorie Sachbuch/Essayistik:

    Saul Friedländer für "Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945" (Verlag C.H. Beck).

    Zur Begründung:

    Mit dem zweiten Band seiner Untersuchung "Das Dritte Reich und die Juden" hat Saul Friedländer ein historisches Werk über die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden vollendet, das einzigartig und von herausragendem Rang ist. Das eindringliche Buch rückt die europäische Dimension der Terrorisierung und Ermordung der Juden in den Blick; und es lässt in bisher nicht gekannter Weise die Opfer zu Wort kommen. Deren Stimmen werden anhand von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Erinnerungen vernehmlich.

    Friedländers Buch ist nicht nur ein grundlegendes Werk der Geschichtsschreibung. Es zeichnet sich auch durch eine Meisterschaft in der Kunst der Darstellung aus. Wer es liest, wird nicht nur aufgeklärt, sondern auch aufgewühlt.

    Kategorie Belletristik:

    Ingo Schulze für "Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier" (Berlin Verlag).

    Zur Begründung:

    In seinem Buch "Handy" gelingt es Ingo Schulze in virtuoser Weise, die klassischen Formen der Kurzgeschichte für die Erfassung der Gegenwart fruchtbar zu machen. In beiläufigem, scheinbar kunstlosem Ton entwirft Schulze Alltagssituationen, die unvermittelt eine existentielle Dimension offenbaren und die gesellschaftlichen Umbrüche unserer Gegenwart sichtbar machen. Dabei führt Schulze den Leser in ein Spiegelkabinett von Fiktion und Realität, in dem die Literatur mitunter das Vorbild für das Leben abzugeben scheint. Die aus der Lakonie des Erzähltons entstehende Komik ist das Gegengewicht zu einer Tragik des menschlichen Daseins, die Schulze auch im vordergründig Unspektakulären sichtbar macht.

    "Der Preis der Leipziger Buchmesse" wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Insgesamt reichten die Verlage über 700 Vorschläge ein. Zu den Juroren gehören mit Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Richard Kämmerlings (FAZ), Ulrich Greiner (Die ZEIT), Sigrid Löffler (LITERATUREN), Uwe Justus Wenzel (NZZ), Michael Hametner (MDR) und Martin Lüdke (SWR) renommierte Fachleute und Literaturkritiker. Die Auszeichnung der besten Frühjahrs-Bücher in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" ist zu gleichen Teilen mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Unterstützt wird der "Preis der Leipziger Buchmesse" durch den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Leipzig. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB).

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