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    Übersetzung

    Leseprobe

    Hinrich Schmidt-Henkel übersetzte aus dem Norwegischen: "Die Vögel" von Tarjei Vesaas
    (Guggolz Verlag)

    In Mattis ging in Wellen ein Lied: Er und die Schnepfe. Er musste in das Wäldchen gehen, dicht unter der Stelle, wo die Streifen sich unsichtbar am Himmel entlangzogen. Das war jetzt sein Weg, der, auf dem Freude zu finden war. Auch diesmal wurde seine Hoffnung nicht enttäuscht: Nach einer kleinen Weile musste er stehen bleiben.
    Du bist du, schien etwas in ihm zu sagen, so hörte jedenfalls er es.
    Es war gesagt in einer Vogelsprache. Gesagt in Vogelschrift.
    Er stand neben einem ausgetrockneten Graben direkt unterhalb des Strichs. Stand verzaubert und schaute. Las eine an ihn gerichtete Botschaft, oder wie man es nun nennen sollte.
    Auf dem glatten braunen Boden des Grabens waren die leichten Tritte von Vogelfüßen zu sehen, und in der moorigen Erde viele kleine runde, tiefe Stocherlöcher. Die Schnepfe war hier gewesen. Die tiefen Löcher stammten von ihrem Schnabel, mit dem sie in dem Graben nach etwas Essbarem stocherte oder manchmal nur tupfte und schrieb.
    Mattis beugte sich hinab und las, was da stand. Betrachtete die leichten, tanzenden Spuren. So leicht und fein ist der Vogel, dachte er. So leicht geht mein Vogel über die Moore, wenn er des Himmels müde ist.
    Du bist du, stand da.
    Welch ein Gruß, an ihn.
    Er suchte einen kleinen Ast und tupfte eine Antwort auf einen freien Fleck im Braunen. Gewöhnliche Buchstaben benutzte er nicht, es war ja für die Schnepfe, also benutzte auch er Vogelschrift.
    Die Schnepfe wird es entdecken, wenn sie das nächste Mal herkommt. Hier bin sonst nur ich, hier schreibe sonst nur ich.

    [Am schönsten wäre die ganze Stelle, aber wenn es zu lange ist, kann man den letzten Absatz weglassen ab »Er suchte einen kleinen Ast …«]

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