Die Preisträger zum Reinhören www.literaturport.de

Das Literarische Colloquium Berlin  (www.lcb.de)

"In unserer Gesellschaft gehört Literatur zu den kulturellen Formen der Weltaneignung. In und durch Literatur vergewissern wir uns unserer selbst und finden unsere Identität - nicht ein für allemal, aber immer wieder und immer wieder neu.
Darum brauchen wir Einrichtungen, die sich der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Literatur widmen. Das Literarische Colloquium Berlin tut das seit vierzig Jahren in vorbildlicher Weise."

Altbundespräsident Johannes Rau in seinem Grußwort zum Jubiläum des LCB 2003

Das Literarische Colloquium Berlin ist ein wichtiger Treffpunkt für Autoren und Übersetzer aus Deutschland und aller Welt. Das Anstiften zum literarischen Schreiben hat hier Tradition:

Im August 1961 wird Berlin durch den Bau der Mauer zerrissen. Der Verein 'Literarisches Colloquium Berlin', am 16. Mai 1963 auf Initiative des Schriftstellers und Professors Walter Höllerer gegründet, soll die kulturelle Verödung West-Berlins nach dem Mauerbau verhindern. Rasch wird das LCB zur Begegnungsstätte der internationalen Literatur- und Filmszene. Prominente Besucher des Hauses sind zum Beispiel Günter Grass, Elias Canetti und Pier Paolo Pasolini, Imre Kertész und Michel Houellebecq.

Und die Entdeckerfreude ist ungebrochen am Werk. Im Rahmen der seit 1997 ausgerichteten "Autorenwerkstatt Prosa" werden Autorinnen und Autoren bei der Arbeit an ihrem ersten Buch unterstützt; Aufenthaltsstipendien bieten jedes Jahr zahlreichen Schriftstellern aus ganz Europa und besonders dem deutschsprachigen Raum die Möglichkeit, für einige Monate im LCB zu wohnen und zu arbeiten. Die Hauszeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" bietet gerade jungen Autoren nach wie vor ein renommiertes Forum für ihre Publikationen. Mittel der Autorenförderung sind auch die Literaturpreise, die am Sandwerder vergeben werden. Das LCB organisiert mehrere der national und international angesehenen literarischen Wettbewerbe, wie den Alfred-Döblin-Preis und den Lyrikdebütpreis. Mit den meisten dieser Auszeichnungen werden junge Autorinnen und Autoren geehrt, damit ihre Arbeit am Ästhetischen auch ökonomische Früchte trägt. Über das Preisgeld hinaus unterstützt jede öffentliche Anerkennung einen Schriftsteller auf seinem Weg in den Markt.

Seit jeher fördert das LCB gezielt den grenzüberschreitenden Transfer der Literatur und die literarische Übersetzung. So betreuen erfahrene Tutoren in der Berliner Übersetzerwerkstatt ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen bei konkreten Projekten. In regelmäßigen Wochenendseminaren können sich Übersetzerinnen und Übersetzer über Probleme und Erfahrungen bei ihrer Arbeit austauschen. Mit dem Deutschen Übersetzerfonds beherbergt das LCB zudem seit 1997 eine bundesweit agierende Institution, die sich allein der Förderung der Übersetzungskunst widmet.

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