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in der Kategorie Belletristik
Sherko Fatah Das dunkle Schiff |
Das
Buch erzählt die Geschichte des jungen Kerim, von Beruf Koch,
der sich aus dem irakischen Grenzland auf die beschwerliche und gefährliche
Reise nach Europa macht. Von früh an der Idee verfallen, sich
zu verwandeln, hat er noch andere Gründe für seine Flucht,
war er doch unter die Gotteskrieger geraten und mit ihnen durch das
Land gezogen, bevor er sich von ihrem Weg der Gewalt lossagte. Kerim,
bemüht, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen, kann,
obwohl er in dem fremden Land auch Zuwendung und sogar seine erste
Liebe
findet, die Vergangenheit nicht abschütteln, vielmehr scheint
diese sich fortwährend auf ihn zuzubewegen.
In diesem Roman geht es nicht um den Islam, sondern um den Extremismus,
der
viele Erscheinungsformen haben kann, um seine Verführungsmacht
und die
Folgen. Extremismus entsteht nicht in einem Kopf, sondern unter realen
Lebensbedingungen. So ist Kerims Geschichte die eines kleinen, konkreten
Lebens inmitten großer Umwälzungen. Sein spirituelles und
seine realen Abenteuer sind nicht so außergewöhnlich, wie
sie aus europäischer Sicht scheinen mögen. Viele haben sich
auf den Weg gemacht, viele sind verstrickt worden, wenn schon nicht
immer aus nachvollziehbaren Gründen, so zumindest doch auf eine
Weise, welche auch die besten Nachrichtenbilder uns nicht zeigen können. |
Foto: Jung und Jung
Sherko
Fatah, geboren 1964 in Berlin,
hat bereits drei Prosawerke veröffentlicht:
Im Grenzland (2001), die Erzählung Donnie
(2002) und den Roman Onkelchen (2004). Er wuchs in der
DDR auf und siedelte 1975 in die Bundesrepublik über, wo er Philosophie
und Kunstgeschichte
studierte. Für seinen ersten Roman Im Grenzland erhielt
er 2001 den aspekte-Literaturpreis. 2003 folgte das Alfred-Döblin-Stipendium
und 2007 der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil.
Pressekontakt:
Jung und Jung Verlag
Herr Jochen Jung
Hubert-Sattler-Gasse 1, A-5020 Salzburg
Telefon: +43 (0) 662 88 50 48
E-Mail: office@jungundjung.at
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