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    Preisträger:innen 2021

    Preisträgerin in der Kategorie Belletristik

    Iris Hanika: "Echos Kammern"

    (Literaturverlag Droschl)

    Über das Buch

    Hanika Echos Kammern

    In diesem Roman tragen alle komische Namen, und manche haben auch komische Probleme, aber die lösen sich auf. Alles beginnt mit zehn Wochen in New York, wovon Sophonisbe, eine wackere Dichterin, sich einen Neubeginn für ihr Schaffen erhofft – in einer Stadt, die immerzu schreit: „Not for you! Nur für die Reichen!“ So kehrt sie gern nach Berlin zurück, wo die Einwohner am liebsten marodierend durch Neukölln zögen, um die Hipster zu vertreiben. Kampflos geben sie ihre Stadt nicht auf! Sie mietet sich bei Roxana ein, einer anderen starken Frau und Autorin jenseits der Jugend. Männer kommen als Nebenfiguren vor. Der Rest wird nicht verraten.

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    Zur Begründung der Jury

    „Bevor ich bin gereist nach New York, ich war in Sorge. Weil war das große Reise über Atlantik und war das auch lange Reise – zehn Wochen ist lang, in diese Zeit viel kann geschehen.“ Ja, es ist viel. Doch was genau in Iris Hanikas herrlich palimpsesten Roman zwischen Berlin und New York geschieht, ist kaum seriös in aller Kürze zu erzählen. Es blitzt und spiegelt, experimentiert nur so vor sich hin. … Diese Autorin ermächtigt sich, den Mann mit den Mitteln des Jahrtausendealten männlichen Blicks zu betrachten. Josh, Narziss, der Mythos wird zum Resonanzraum, in dem sein eigener Hohlkörper sichtbar wird, Iris Hanika schiebt ihn sachte in eine ihrer Echokammern. Nicht zuletzt hier weist sich die Autorin als kluge, witzige und wüste Erzählkonstrukteurin aus. Iris Hanika schreibt unbeirrt und seit fast drei Jahrzehnten ihre Literatur, schreibt auf ihrem Stern, an ihrem Stern. Als eine der eigensinnigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsdichtung, die mit brutal klarem und unverschämten Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse schauen kann. Und dann wieder unheimlich erheitert. Iris Hanika übt in aller Virtuosität ihre Sprachexperimente aus und ja, sie hat diebische Freude daran, dass sie das jeden Moment den Roman kosten könnte. Eben dieses riskante Schreiben zeichnet sie aus.

    Autorin

    Iris Hanika Foto: Villa Massimo, Alberto Novelli
    Foto: Alberto Novelli (Villa Massimo)

    Iris Hanika wurde 1962 in Würzburg geboren. Ihr umfangreiches Werk, u. a. die Erzähling KATHARINA ODER DIE EXISTENZVERPFLICHTUNG (Fannei & Walz, 1992), TREFFEN SICH ZWEI (2008), TANZEN AUF BETON (2012), WIE DER MÜLL GEORDNET WIRD (2015, alle drei im Literaturverlag Droschl) bescherten der Autorin zahlreiche Preise, darunter den Hans-Fallada-Preis 2006, den European Union Prize for Literature 2006 und den Hermann-Hesse-Literaturpreis 2020.

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