SACHBUCH / ESSAYISTIK

Paranoia in Hollywood_Cover
Portrait von Jan_Jekal
© privat

Jan Jekal: „Paranoia in Hollywood. Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten. 1941–1953“ (Matthes & Seitz Berlin)

Über das Buch

Jan Jekal entlarvt in Paranoia in Hollywood das sogenannte »Weimar am Pazifik«. Zahlreiche in Deutschland etablierte Künstler:innen und Autor:innen fanden während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht an der Westküste der USA. Doch an den sonnendurchfluteten Städten nahe der Strände erwartete sie kein Idyll: Bereits kurz nach ihrer Ankunft, während sie im beginnenden Krieg ihren mal militärischen, mal moralischen Beitrag aufseiten der Alliierten leisten, werden die Geflüchteten zu Verdächtigen. Eben noch als noble Nazi-Gegner gefeiert, gerieten viele Exilant:innen ins Visier des amerikanischen FBI. Misstrauen, Überwachung und politische Verfolgung prägten zunehmend ihren Alltag. Jekal zeichnet eindrücklich nach, wie aus einem Ort der Rettung ein Raum der Angst wurde und wie sich die Mechanismen der Paranoia auf Kunst, Arbeit und persönliche Beziehungen auswirkten.

Begründung der Jury

Dieses Buch hat das Zeug zu einem echten Blockbuster. In den Hauptrollen: Stars wie Thomas Mann, Marlene Dietrich oder Bertolt Brecht; eine Handlung voller tragischer Wendungen und großer Gefühle und alles mit viel Tempo und Esprit erzählt. Und ganz nebenbei legt Jan Jekal auch erstaunliche Parallelen zur Gegenwart frei: Geflüchtete wurden selten mit offenen Armen empfangen – selbst Stars nicht.

Über den Autor

Jan Jekal, 1993 in Kiel geboren, ist freier Autor und Kulturjournalist. Er hat Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin studiert. Seine Texte zu Film und Musik erscheinen unter anderem im Tagesspiegel, in der ZEIT, der taz und der Süddeutschen Zeitung. Er moderiert zudem den Popkultur-Podcast Rolling Stone Weekly. Er lebt in Berlin.

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