ÜBERSETZUNG

Das Lied von Storch und Dromedar Cover
Portrait von Faure_c_Petra_Gronski
© Petra Gronski

Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure
Anjet Daanje: „Das Lied von Storch und Dromedar“ (Friedenauer Presse)

Über das Buch

Anjet Daanjes Das Lied von Storch und Dromedar ist ein großangelegtes, multiperspektivisches Porträt der fiktiven Pfarrerstocher Eliza May Drayden, geboren im Yorkshire des 19. Jahrhunderts – eine Gestalt, die an Emily Brontë erinnert und doch ihre ganz eigene Stimme besitzt. In elf miteinander verwobenen Perspektiven entfaltet sich Elizas Nachleben: Ein Uhrmacher aus Groningen, eine Leichenwäscherin, eine nach Amerika ausgewanderte Engländerin, die junge Postangestellte Kathleen und weitere Erzählerinnen und Erzähler lassen sie wiederauferstehen. Ihre Berichte widersprechen einander, ergänzen sich, verlieren sich – und zeichnen so das schillernde Bild einer Frau, die sich jeder eindeutigen Beschreibung entzieht. Über drei Jahrzehnte hinweg spannt sich dieses vielstimmige Erzählen über Kontinente und soziale Milieus. Das Lied von Storch und Dromedar ist ein Roman über Erinnerung und Erfindung, über das Fortleben eines Menschen in den Geschichten der anderen.

Begründung der Jury

Das Leben und Werk von Eliza May Drayden, einer an Emily Brontë angelehnten Figur, fasziniert Menschen über Jahrhunderte. Ulrich Faure führt in seiner meisterhaften Übersetzung die Zeiten, Umstände und Perspektiven dieser Figuren greifbar vor Augen. In diesem mitreißenden Kaleidoskop der Stimmen findet er jederzeit den richtigen Ton.

Über den Übersetzer

Ulrich Faure war langjähriger Online-Chefredakteur beim Branchenmagazin BuchMarkt. Er lebt als Übersetzer aus dem Niederländischen, Publizist, Lektor und Herausgeber in Düsseldorf. Er gab zahlreiche Bücher zu literarischen und literaturhistorischen Themen heraus, so war er u. a. Mitherausgeber der Briefausgabe von Albert Vigoleis Thelen (2010). Er übersetzte u. a. Werke von Thomas Heerma van Voss und Simon Carmiggelt.

  Leseprobe (PDF, 499 kB)